Zahnfleischbluten...
...ein unterschätztes Risiko
Krankes Zahnfleisch kann das Herz angreifen - Frühe Behandlung verhütet Komplikationen
Gesundes Zahnfleisch ist ästhetisch und gehört untrennbar zu einer umfassenden
Mundgesundheit. Die Kombination von schönen Zähnen und gesundem Zahnfleisch lässt Ihr Gesicht in einem perfekten
Lächeln erstrahlen.
Gesundes Zahnfleisch ist blassrosa, nicht geschwollen und blutet nicht beim Zähneputzen.
Eine Erkrankung des Zahnfleisches und des Zahnhalteapparates (Parodontitis) macht sich durch dunkelrot verfärbtes
Zahnfleisch, das bei Berührung oder beim Zähneputzen blutet, bemerkbar. Oft ist Mundgeruch ein weiteres Symptom.
Dies sollte immer ein Warnsignal sein!
Die Blutung wird verursacht durch bakterielle Plaque (Zahnbelag), der am und unter dem Zahnfleischsaum
auf dem Zahn haftet. Diese Beläge verursachen Karies und Zahnfleischentzündung
(Parodontitis).
Man unterscheidet eine apikale (von der Wurzelspitze ausgehende) und eine marginale (vom Zahnfleischsaum ausgehende) Parodontitis, welche jedoch auch ineinander übergehen können (Paro-Endo-Läsionen). Ursache für die apikale Parodontitis ist ein marktoter Zahn, die Therapie besteht in einer Wurzelkanalbehandlung, einer Wurzelspitzenamputation oder dem Entfernen des Zahnes.
Der Verlauf der Erkrankung ist in der Regel für Betroffene anfänglich schmerzfrei und daher ist eine Erkennung
der Erkrankung an die Untersuchung durch den Zahnarzt geknüpft. Er erkennt im Röntgenbild das Ausmass
bereits vorhandener Schäden.
Schreitet diese Parodontitis voran, so gefährdet sie nicht nur den Erhalt der Zähne im Mund, sondern wirkt systematisch
für den ganzen Körper als Entzündungsherd. Also kommt der Wiederherstellung und Erhaltung der Gesundheit
des Zahnhalteapparats auch aus allgemeinmedizinischer Sicht ein hoher Stellenwert
zu.
Mehr noch als für Karies gilt für die durch Bakterien verursachte Zahnbettentzündungen
(Parodontitis), dass sie unbehandelt auf lange Sicht schwerwiegende Gesundheitsschäden verursachen können.
Letztlich durch Mundbakterien verursachte und nicht selten lebensbedrohliche Entzündungen der Herzinnenhaut
(Endokarditis) sind dabei nur die Spitze des Eisberges.
Zahnärzte unterscheiden bei Zahnfleischentzündungen zwischen der Gingivitis und der Parodontitis. Die
Paradontose (oft mit der Parodontitis verwechselt), ist eine genetisch bedingte Rückbildung des Zahnhalteapparates
ohne Beteiligung von Bakterien.
Während die Gingivitis lediglich eine harmlose Entzündung des Zahnfleisches ist, dringen bei der Parodontitis Keime
zwischen Zahnwurzel und Kieferknochen ein und zerstören sie. Wenn man nicht umgehend etwas dagegen tut, kommt es
nämlich unausweichlich zu einer Lockerung der Zähne und anschliessenden Zahnverlust.
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Schuld an der Entzündung sind bakterielle
Erreger, die sich in festsitzenden Belägen am Zahnfleischrand verbergen. Hier hilft nur konsequente Reinigung zu
Hause und eine regelmässige professionelle Reinigung, bei der auch der Zahnstein
entfernt wird.
Durch eine lange unbehandelte chronische Entzündung des Zahnfleisches können Erreger über die Blutbahn in andere
Organe gelangen. Eine Zahnfleischentzündung sollte deshalb schon im Frühstadium, also bei nur leichter
Rötung, ernst genommen werden. In diesem Stadium kann noch leicht gegengesteuert
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Bei der Behandlung ist die sorgfältige
Reinigung der Zahnfleischtaschen und die lokale Bekämpfung der ursächlichen Keime das wesentliche. Auch danach
muss man wegen des weiter bestehenden Rückfallrisikos auf besonders sorgfältige
Mundhygiene achten. Stress, Nikotin und Alkohol fördern Entzündungen.
Besondere Erkrankungsformen und weit fortgeschrittene Schweregrade der Parodontitis
brauchen intensive Betreuung. Auch wenn der Knochen um den Zahn herum von der Entzündung betroffen ist,
gelingt es durch abgestimmte Massnahmen diesen zu heilen. Die besonderen Aspekte müssen immer individuell mit
den Patienten besprochen werden.
Durch eine rechtzeitige Diagnose und konsequente Behandlung gelingt es, aufwendige Therapiemassnahmen zu
vermeiden und die Gesundheit wiederherzustellen.
Der PRIMODENT Gesundheits-Tipp!
Der Zusammenhang zwischen Zahnfleischerkrankung und mangelnder Zahnhygiene ist belegt. Doch reicht einfaches
Putzen nicht aus. Vielmehr sollten die Zahnzwischenräume zusätzlich mindestens
morgens und abends mit Zahnseide bzw. Interdentalbürstchen gereinigt werden. Lassen Sie sich die Anwendung
vom Zahnarzt erklären.
Vor jeder Reinigung Mund gründlich ausspülen. Erst die Zahnzwischenräume, dann erst die Zähne mit der
Bürste reinigen.
Reinigen Sie zur Reduzierung von Bakterien auch die Zunge. Und wechseln Sie Ihre Zahnbürste mindestens alle drei
Monate, in der Erkältungssaison noch öfter.
Wie gesund sind Ihre Zähne?
AUSWERTUNG: Zwei oder mehr mit Ja beantwortete Fragen weisen darauf hin, dass Sie besonders sorgfältig auf Ihre Zahngesundheit
achten müssen. Denken Sie mindestens einmal täglich an die Reinigung der Zahnzwischenräume. Versäumen Sie auf keinen
Fall die zweimal jährliche professionelle Zahnreinigung (PZR).
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